Backup & Sicherheit
Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist kein Backup. Deshalb steht am Ende jeder Einrichtung eine Rücksicherung zur Probe — einmal, mit dem echten Bestand.
Ob das danach in festen Abständen wiederholt wird, entscheiden Sie. Als wiederkehrender Termin steht es im Wartungs- oder Backupvertrag; ohne diese Vereinbarung bleibt es bei dem einen Test beim Einrichten. Das ist ehrlicher, als es anders auf eine Website zu schreiben.
Die Arten der Sicherung, und wofür jede taugt
Sie schließen einander nicht aus — die meisten Betriebe brauchen zwei davon. Welche, hängt daran, was ein Ausfall bei Ihnen kostet.
Image-Sicherung. Ein Abbild des ganzen Systems, Windows und Programme eingeschlossen. Die Antwort auf „der Server ist weg”: statt Neuinstallation und Tagen der Einrichtung wird das Abbild zurückgespielt. Sie braucht Platz und eignet sich schlecht dafür, eine einzelne Datei von vorgestern herauszuholen.
Dateisicherung. Sichert die Daten statt des Systems, dafür häufiger und mit mehreren Ständen. Die Antwort auf „die Datei war heute früh noch richtig”. Dafür setzen wir UrBackup ein — quelloffen, ohne Lizenzkosten je Arbeitsplatz, und es beherrscht beides.
Kopie auf eine externe Platte, im Haus, mit Acronis oder Veeam. Der eigentliche Vorteil liegt darin, dass sie sich abziehen und wegschließen lässt: was nicht am Netz hängt, wird auch nicht mitverschlüsselt.
Ausgelagerte Kopie, auf Storageboxen außerhalb des Hauses oder auf ein NAS an einem zweiten Standort. Die Antwort auf Feuer, Wasser und Diebstahl — also auf die Fälle, in denen alle Kopien im selben Gebäude gleichzeitig weg sind.
Postfächer und Microsoft 365. Microsoft sorgt dafür, dass der Dienst läuft, nicht dafür, dass Ihre Inhalte wiederkommen. Der Papierkorb ist kein Backup, und nach Ablauf der Fristen ist gelöscht gelöscht. Postfächer lassen sich mit einem quelloffenen Werkzeug sichern, das hier selbst entwickelt und betrieben wird — oder auf Wunsch mit einem gekauften Produkt.
Was dazugehört, aber kein Backup ist
Virenschutz, eine Firewall, die den Namen verdient, und eine Rechtevergabe, in der nicht jeder auf alles zugreift. Der letzte Punkt wird am häufigsten übersehen und wirkt am stärksten: ein Verschlüsselungstrojaner kommt genau so weit, wie das Konto reicht, mit dem er gestartet wurde.
Wie das anfängt
Nicht mit einer Empfehlung, sondern mit zwei Fragen: Wie lange kann Ihr Betrieb ohne diese Daten weiterarbeiten? Und wie viel Arbeit dürfen im schlimmsten Fall verloren gehen? Aus den Antworten ergibt sich alles Weitere — Häufigkeit, Aufbewahrung, ob es eine ausgelagerte Kopie braucht und welche Arten sich sinnvoll kombinieren lassen.
Der Vorschlag danach darf auch lauten: weniger als gedacht.